Über neue Möglichkeiten und einem Gott der in mir lebt

Halli Hallo Hallöchen! Ein neuer Monat ist vergangen und ich melde mich wieder zurück, um euch zu berichten, was ich im Oktober so alles erlebt habe.

Schon im Juli/September haben wir angefangen in der Gemeinde und in der Schule zu arbeiten. Wir unterstützen in der Gemeinde drei verschiedene Jugendprogramme und in der Schule haben wir vorwiegend die Schüler in den Pausen kennengelernt und einfach ein wenig Zeit mit ihnen verbracht. Zusammenfassend würde ich die ersten zwei Monate also als eine Eingewöhnungsphase betiteln, in der man alles kennenlernt und sich einlebt.

Nach einer Schulpause von zwei Wochen, in der wir unter anderm Teil eines christlichen Kinder- und Jugend Feriencamps waren und selber als Pais-Team ein Ferienprogramm für die Kids veranstaltet haben, fing die Schule und die Jugendprogramme in der Gemeinde wieder an. Somit öffneten sich für uns als Team auch neue Möglichkeiten, denn wir konnten nun beim Planen für den nächsten Schulabschnitt dabei sein und unsere Ideen einbringen.

Pausenprogramm in der Schule

So zum Beispiel, leiten wir seit Anfang Oktober nun unser erstes eigenes Pausenprogramm für die Schüler, der sogenannte „Fresh Friday“. In dem geht es darum, mit den Schülern ihre großen Lebens- und Glaubensfragen zu diskutieren und gemeinsam mit ihnen Antworten zu finden. Dafür haben wir einige, unter anderem auch provokative und umstrittene Fragen, überlegt, wie zum Beispiel „Was passiert nach dem Tod?“, „Dürfen Christen Alkohol trinken?“ oder „Kommen Homosexuelle in die Hölle?“. Wir treffen uns jeden Freitag in zwei Pausen und haben dabei immer eine neue Frage zum diskutieren. Dabei geht es nicht darum, den Schülern eine ultimative Antwort auf die großen Fragen zu geben, sondern viel mehr, ihnen eine Möglichkeit zu geben, sich mit diesen Themen mit anderen in ihrem Alter zu beschäftigen und aber auch unsere Meinungen zu den jeweiligen Themen zu teilen.

Because you are loved

Ein anderes tolles Programm, dass wir diesen Monat leiten durften, ist das Pais-Programm „Because you‘re loved“. Das drei wöchige Programm dient dazu, dass wir mit den Schülern zusammen in der Schule Gottes Liebe näher zu bringen unter dem Motto „Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat“. Dabei ist es das Ziel möglichst viele Schüler in das Programm zu integrieren, um sie dazu auszurüsten Gottes Liebe zu teilen, dort wo sie gerade sind. Die drei Wochen haben drei unterschiedliche Themen. In der ersten Woche geht es darum, sich zu trauen, Liebe zu zeigen und das durch verschiedene Mittel wie Ermutigung, Großzügigkeit, Mitgefühl oder dem Dienst für andere. Wir haben diese verschiedenen Mittel jeweils einem Tag in der Woche zugeteilt. So ging es am Montag darum, die Schüler und Lehrer der Schule zu ermutigen. Wir haben rund zwanzig Schüler zusammengesammelt und mit ihnen kleine ermutigende Notizen gebastelt und sie dann in der ganzen Schule aufgehängt.
Am Dienstag ging es dann darum, Mitgefühl zu zeigen, um den Schülern zu vermitteln, dass es wichtig ist, dass wir uns um einander kümmern. Dafür haben wir sogenannte „Nimm-was-du-brauchst“ Poster gebastelt, bei denen die Schüler sich das Wort abreißen können, was sie gerade in ihrem Leben brauchen. Wie zum Beispiel: Freude, Liebe, Vergebung oder Heilung. Das besondere daran ist, dass auf der Rückseite der Zettelchen steht, wie sie dies bekommen können. Auf der Rückseite des Zettels „Liebe“ stand zum Beispiel „Geh zu Hannah und schau, was sie für dich hat“. Die Schüler sind darauf hin zu Hannah gegangen und sie hat den Schülern dann einen Liebesbrief von Gott gegeben, der die Schüler ermuntern soll. Wenn die Schüler „Heilung“ oder „Vergebung“ brauchten, konnten sie in einen Raum kommen und für sich beten lassen. Es war wirklich toll zu sehen, wie offen und gerne die Schüler dieses Angebot wahrgenommen haben.
Am Mittwoch ging es dann um Dienst für unsere Mitmenschen. Rund zwanzig Schüler waren darin involviert, mit uns zusammen die Autos der Lehrer zu waschen und ihnen damit ein Gefallen zu tun. Bei herrlich sonnigem Wetter hatten wir eine tolle Zeit mit den Schülern und der einen oder anderen Wasserschlacht und konnten ganz nebenbei etwas richtig Gutes tun.
Der Freitag stand unter dem Motto „Großzügigkeit“. Die Schüler haben dabei gelernt, dass man nicht nur finanziell großzügig sein kann, sondern unter anderem auch mit seiner Zeit. Und so haben bestimmt um die dreißig Schüler ihre Zeit geopfert, um mit uns Brownies für ihre Lehrer zu backen und zu verteilen und ihnen dabei mitzuteilen, warum sie geliebt sind. Für mich war dieser Tag mein absolutes Highlight der Woche, weil es unglaublich schön zu sehen war, mit was für einer Freude und Leidenschaft die Schüler ihren Lehrkräften eine Freude machten.
Am Ende der Woche hatten wir nicht nur überglückliche Schüler, sondern auch Lehrer. Ein voller Erfolg!

Ein kleines Zeugnis für zwischendurch

Gott wirkt, wenn du ihn lässt.
Ein absolutes Highlight für mich diesen Monat, war eine ganz besondere Begegnung. Es war Donnerstag und an unserem freien Tag nutzen wir als Team gerne das Privileg nur zwanzig Minuten von wunderschönen Stränden entfernt zu leben. Wir liegen also am Strand und neben uns lagen zwei Jungs und ein Mädchen im Alter von ungefähr 25 Jahren. Als ich gehört habe, dass sie Lobpreis Musik hörten und einer von ihnen in der Bibel las, habe ich gedacht, dass es doch eine super Möglichkeit wäre sich ein wenig zu unterhalten. Auch wenn ich ein wenig unsicher war, wusste ich, dass Gott wollte, dass ich mit ihnen spreche. Und er behielt Recht. Ich habe den Jungen, der in seiner Bibel las, angesprochen, wie es ihm so geht und aus was für einer Gemeinde sie kommen. Es stellte sich heraus, dass ihre Gemeinde nur fünf Minuten von unserer Gemeinde entfernt war. Als wir uns unterhielten, meinte er plötzlich, dass er das Gefühl hat, er sollte mit mir teilen, wie er zum Glauben gekommen ist. Natürlich wollte ich das gerne hören und er fing an zu erzählen, dass er erst seit einem Monat Christ und getauft ist. Seine Eltern sind zwar immer in Kirche gegangen, doch er selber hatte nie eine Beziehung zu Gott. Was ihn unter anderem davon abgehalten hat, ist, dass er durch sehr schwierige und schlimme Zeiten gehen musste. Er hat mir davon erzählt, wie er oft keinen Ausweg mehr sah und sich mehrmals sogar versucht hat das Leben zu nehmen. Ich war völlig überwältigt von seiner Geschichte und dann erzählte er mir etwas Unglaubliches! Bei seinem letzten Versuch sich das Leben zu nehmen, hat er versucht sich in einem Baum im Park zu erhängen. In diesem Moment ist er Jesus begegnet. Jesus hatte ihn buchstäblich gerettet. Er wurde von der australischen Polizei gefunden und ins Krankenhaus gebracht und als er aufgewacht ist, hat entschlossen, nun sein Leben für Jesus zu leben, weil er sein Leben gerettet hatte. Wow!
Er hatte mir erzählt, dass sich sein Leben um 180 Grad gewendet hat und er durch seine Taufe von seinem alten Leben reingewachsen wurde und nun ein neuer Mensch ist. Amen!!
Ich war so erfüllt und erstaunt von seinem Zeugnis und habe ihn gefragt, ob ich für ihn beten darf. Er war überglücklich. Sobald ich angefangen habe zu beten, wusste ich, dass nicht ich es bin, die spricht, sondern, dass es wirklich Gott war, der durch seinen Heiligen Geist durch mich spricht. Ich habe so etwas noch nie erlebt und es war einfach ein so cooler Moment dort am überfüllten Strand von Australien zu sitzen und für jemanden Wildfremden, der etwas so unglaubliches mit Jesus erlebt hatte, zu beten.
Ich habe vorher davor Angst gehabt für komplett fremde Leute zu beten und habe Gott oft dadurch nicht nicht die Möglichkeit gegeben, durch mich zu wirken. Vielleicht geht es dir auch manchmal so. Ich kann dich nur ermutigen aus deiner Komfort Zone herauszutreten und Gott in dir wirken zu lassen. Es lohnt sich!

Ich hoffe euch hat mein kleines Update zu meiner Arbeit hier in der Schule, aber zu meinen Erlebnissen mit Gott gefallen.

Falls du gerne tägliche Updates bekommen möchtest, was wir gerade so machen, dann kannst du gerne unserer Pais-Instagram Seite folgen oder meinem privaten Account, dort poste ich auch fast täglich, was ich so mache. @paishillcrest @lisajohannahubert

Ich danke euch für jedes Gebet für uns!

Eure Lisa 🙂