Das neue Jahr beginnt.

Hola mis amigos!

Das neue Jahr hat begonnen und damit kam auch ein frischer Wind (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es war über den letzten Monat hier durchaus frischeres Wetter) in die Gemeinde.
Wie, was und wer alles passiert ist gibt’s hier zu lesen.

Wie bereits im letzten Blogeintrag erwähnt, ist das Tourteam hier auf Gran Canaria

angekommen.

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Begrüßung des Tourteams

Was bedeutet das konkret? Das Tourteam besteht aus 6 deutschen Jugendlichen, die gemeinsam mit der Allianzmission durch Europa reisen und die einzelnen Einsatzstellen für kurze Zeiträume unterstützen. Auf Gran Canaria bleiben sie mit knapp 2 1/2 Monaten am längsten.
Für uns ändert sich dadurch auch einiges.

Auf einmal stehen bereits vier Leute in der Küche zum Abspülen, in den Hauskreisen siegt die Zahl der Deutschen nun eindeutig, es wird viel mehr miteinander gegessen und man hat einfach sechs neue Menschen (plus Leiter), auf die man sich völlig neu einstellen muss.

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Mädels vom Tourteam bei einer Geburtstagsfeier 🙂

Dazu kommt noch, dass man neue Möglichkeiten hat, Aktionen zu starten.

Anfang Januar haben wir zur Begrüßung ein kleines Jugendevent gestartet. Das Thema waren die „Guanchen“ (die Ureinwohner der Kanaren).DSC06490

 

 

Dazu haben wir uns alle verkleidet, typisch kanarisches Essen vorbereitet (z.B. Kartoffeln mit Mojo – eine Knoblauchsoße) und einige lustige Spiele zum Kennenlernen der Kultur gespielt. Dazu sind auch Jugendlichen aus anderen Gemeinden gekommen, was uns sehr gefreut hat.
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Am Ende ist die Hälfte des Tourteams mit Schokopudding im Gesicht (und Haaren) geendet. 😀

Wie in Deutschland fand auch hier die Allianzgebetswoche statt (bedeutet die verschiedenen Gemeinden Gran Canarias haben jeweils einen Abend einen Gebetsgottesdienst unter einem bestimmten Thema organisiert). Den Gottesdienst in unserer Gemeinde durfte die Jugend organisieren.
Das war eine echt tolle Erfahrung, weil es eine übergemeindliche Veranstaltung war und wir so gemeinsam mit den anderen Gemeinden Gott anbeten konnten (und danach alle zu McDonald gefahren sind – WUHU!). Mir wurde dafür die Lobpreisleitung übertragen. Wer mich kennt, weiß vielleicht, dass ich eine innerliche Abneigung dagegen habe, Lobpreis zu leiten (und dann auch noch bei einem so riesigen Event!). Ich hab also mega Panik geschoben und mir nur das Schlimmste ausgemalt.
Aber Gott hat mich echt vom Gegenteil überzeugt. Der Lobpreis war so gesegnet und man konnte eine tolle Anbetungszeit genießen! Da hat sich das viele Beten gelohnt.

1555374_900821649952117_6669663257418268267_nEnde Januar findet hier auf Gran Canaria das jährliche Mandelblütenfest statt.
Das bedeutet, dass die Mandelbäume alle weiß-rosa aufblühen und man sie in den Bergen betrachten kann. Dafür hat unsere Gemeinde zwei Busse gemietet und wir sind mit über 100 Leuten hoch in die Berge gefahren, um dort zu picknicken, Spiele zu spielen, Lobpreis zu machen und eine kleine Andacht zu hören. Dabei waren auch viele nichtschristliche Besucher, von denen viele am nächsten Tag in die Gemeinde gekommen sind. Der Ausflug war richtig schön und ich durfte merken, dass die Gemeinde immer mehr meine Familie geworden ist. Man kann sich einfach bei egal wem mit dazu setzen und sich unterhalten. 🙂 exkursion14klein
Am Ende gab es noch ein besonders schönes Naturerlebnis. Wir waren an einem Berg auf einer Ebene und rings um uns herum hat es geregnet. Nur bei uns schien die Sonne, sodass ein wunderschöner Regenbogen entstanden ist, der mit den Mandelblüten im Vordergrund einfach bezaubernd aussah. 🙂

Soo, viele Events und Erlebnisse, da komm ich irgendwie nie dazu, zu erzählen, wie es mir eigentlich geht. Also: Mir geht es gut! 😀
Ein bisschen ausführlicher: Ich genieße meine Zeit hier sehr, obwohl mir manchmal OLYMPUS DIGITAL CAMERAimmernoch ein bisschen mehr konkrete Arbeit fehlt. Ich übe mich im backen und kochen, suche momentan eine Möglichkeit ein bisschen mehr Sport zu machen, werde kreativ und freue mich immer wieder über all die neuen Freunde, die ich hier gewinne. 🙂
Manchmal hat man hier so viele Gedanken und Dinge im Kopf, dass einen das verrückt machen kann. Da wünsch ich mir dann, nicht so viel nachzudenken, sondern mehr zu tun.
Im geistlichen Sinne ging es in den letzten Wochen sehr krass um das Thema Demut (an dem ich gerade zu nagen habe). Dafür durfte ich Anfang dieses Jahres eine schöne Fastenwoche verbringen, die mich in meinem Glauben sehr gestärkt hat.

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Meeeeega verschlafen den Morgen… 😀

Ach und ich war im Radio. Das haben vielleicht einige auf facebook gesehen. 😀
Hier gibt es morgens von 8:00-9:00 immer „Der erste Kaffee mit Daniela„, eine deutsche Show auf dem offiziellen kanarischen Radiosender „Radio Dunas“. Da das eine blauhaarige, liebevolle Rentnerin freiwillig macht, kann sie praktisch jeden einladen, den sie will. Henning (unser Pastor) hat die Möglichkeit jeden Montagmorgen die Show zu gestalten. Er bringt dann verschiedene Leute aus der Gemeinde mit und die werden dann interviewt. Eine durchaus witzige Erfahrung 😀 (und tolle Möglichkeit die Deutschen auf der Insel zu erreichen, denn kein Spanier würde jemals schon um 8:00 morgens wach sein und Radio hören…) Die liebe Daniela ist dadurch letzten Sonntag höchstpersönlich im Gottesdienst erschienen.

Und für den nächsten Monat?
Nuuuun, in 6 Tagen kommt meine Familie (Mama, Papa und Mayla) zu Besuch und dann habe ich erstmal FERIEN! Aber auch wieder nicht so richtig, weil in derselben Zeit ein Fußballturnier und ein Jugendcamp stattfindet. Und natürlich die üblichen Sachen, die so anfallen. 🙂

Ich danke euch ganz herzlich für eure Spenden und euer Gebet!

HIER könnt ihr weiter beten:
danken für ein tollen neuen Jahresbeginn (manchmal würde ich hier gerne „für alles“ hinschreiben, weil das einfach so ist. Dann freu ich mich immer darüber, wie dankbar ich hier sein kann. 😀 )
bitten für das Jugendcamp Ende Februar, schöne Ferien, mehr Umsetzen der geplanten Aktionen

Adiós,
Lotta

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